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“Die Schönheit der Blumen...”
Sister Cittapala interviewt von Hella Naura
HN: Du bist Jahrgang 1949, stammst aus Kiel und bist in der BGH noch als Jutta Richter bekannt, weil du hier in den 90er Jahren zusammen mit einer Freundin, Felicitas Reitzug, eine wöchentliche Gruppe geleitet hast. Es ging dabei um Bewegung und Achtsamkeit nach einer Methode, die du seit 1986 und auch während eines halbjährigen Aufenthalts auf Java erlernt hattest. Von Beruf warst du Kunsterzieherin an einem Gymnasium. Hatte diese Berufswahl in erster Linie mit Interesse an Kunst oder an jungen Menschen zu tun?
SC: Ursprünglich war mein Ansatz, aufzuklären und den Schülern bewusst zu machen, wie sehr sie durch Werbung beeinflusst werden. Dann hat sich meine Motivation aber verändert: Ich habe mehr dafür gearbeitet, dass die Schüler sich ihrer Gefühle bewusster werden und sie ausdrücken können. Für mich hatte ich erfahren, dass ich Kunst brauche, um zu meiner gegenwärtigen Wahrheit zu finden.
HN: Was zog dich dann zum Buddhismus?
SC: 1991 war ich sehr beeindruckt von einem Seminar mit Thich Nhat Hanh hier in der BGH, der Stille und Achtsamkeit. 1992 auf einer Vesakh-Feier in der BGH erlebte ich zwei thailändische Mönche, und eine innere Stimme fragte mich: “Worauf wartest du noch?” Mein Ego reagierte verschreckt und fragte: “Warum ich?” Aber mir war klar, dass ich gegen diese innere Stimme nicht ankommen konnte. Ich bin also eher gegen meinen Willen zum Kloster gekommen. Meine Freundin Felicitas lud mich dann zu einem Retreat ins englische Kloster Amaravati ein. Der Lehrer, Ajahn Sumedho, hat mich sehr angesprochen. Ich war dankbar und begeistert - seine Art, den Dhamma zu vergegenwärtigen, hat mir sehr geholfen, die Wahrheit im jetzigen Moment zu sehen. Danach bin ich manchmal in den Schulferien nach Amaravati gereist.
HN: Wer ist Ajahn Sumedho?
SC: Er ist unser Abt in Amaravati. Ursprünglich kommt er aus Amerika und war durch seine Arbeit im Friedenskorps nach Asien gekommen. Dort entschied er sich, Mönch zu werden. Als er Ajahn Chah, einem Meister der thailändischen Wald-Tradition, begegnete, hatte er seinen Lehrer gefunden. Er blieb mehrere Jahre bei ihm, als erster westlicher Mönch. In den 70er Jahren wurde Ajahn Chah nach England eingeladen und schickte 1977 Ajahn Sumedho und andere Mönche nach London, weil der englische Sangha Trust die Gründung eines Klosters unterstützen wollte. 1979 wurde die Klostergemeinschaft in Chithurst, Cittaviveka, gegründet. 1985 kam es zur Gründung eines zweiten Klosters, Amaravati.
HN: Wie alt ist Ajahn Sumedho jetzt?
SC: Etwas über 70.
HN: Wie lange dauerte der Entschluss, nun wirklich Nonne zu werden?
SC: Das ging über viele Jahre. Zuerst hatte ich Vorbehalte: “Wie kann man denn so etwas in diesem Jahrhundert machen!” Ich dachte an Unfreiheit, kein Geld haben, ohne Sexualität leben. Trotzdem gab ich meine Arbeit an der Schule 1996 auf, um erst einmal probeweise für ein Jahr im Gästehaus des Klosters zu leben. In dieser Zeit habe ich mich erstaunlich wohl gefühlt. Meine Ängste nahmen ab. Alles wurde immer wohltuender. Da bewarb ich mich für das zwei- bis dreijährige Anagarika-Training, d. h. als Novizin. Am Ende fand ich, dass es keinen besseren Weg ins dritte Jahrtausend gab, als Nonne zu werden. Meine Ordination war im Dezember 1999.
SC: Hattest du keine Zweifel mehr? CS: Bei meinem Charakter sind immer Zweifel vorhanden. Ich habe mich erst einmal für fünf Jahre Trainingszeit als Nonne verpflichtet.
HN: Die Robe kann doch jederzeit wieder abgelegt werden.
SC: Ja. Aber so ein Gedanke ist psychologisch nicht günstig. Wenn ich immer ja - nein - ja denke, mache ich mich verrückt. Deshalb dachte ich: “Fünf Jahre, egal was. Da muss ich dann durch.” Die letzten beiden Jahre waren schwieriger als die vorher, weil die Zweifel wieder lebendig wurden: Will ich wirklich bis zum Ende meines Lebens mit diesen Einschränkungen leben? Schließlich fiel der Groschen. Wenn ich mich so auf die Beschränkungen des Nonnenlebens fixiere, muss ich mich ja unglücklich fühlen! Als ich mich dann aber mehr darauf konzentrierte, die Werte zu sehen, die ich in Amaravati leben und einbringen kann, kam die Freude am Klosterleben wieder zurück.
HN: Was willst du denn einbringen?
SC: Ich möchte die Klosterform des Theravada nutzen, um wirklich lebendig zu sein: Aufwachen, mich trauen hinzuschauen, wo mein Anhaften, meine Beschränkungen sind. Buddha ist für mich „das, was weiß“, „das, was wach ist in diesem Moment“. Ich kann diesen Prozess der Einsicht einbringen.
HN: Heißt Befreiung Befreiung von Beschränkung?
SC: Ja, Befreiung von den Beschränkungen, die die Ursachen des Leidens sind. Die liegen in mir, in meiner ganzen Persönlichkeit, die sich aus Vergangenem aufgebaut hat, aus Verhaltensmustern und Denkmustern, mit denen ich auf das, was mir gefällt oder nicht gefällt, reagiere. Ich zum Beispiel kann furchtbar rechthaberisch sein und mich in Vorlieben, Abneigungen und Überzeugungen verrennen. Dann bin ich oft verzweifelt, weil ich damit nicht durchkomme. Auch jetzt noch. Doch mein Herz wird offen, wenn ich an Ajahn Sumedhos Worte denke: “Beobachte, wie du Moment für Moment deine Welt erschaffst, indem du an dem festhältst, was du denkst.“ Dieses “ICH will nicht. ICH kann nicht. Das halte ICH nicht aus ...” verliert an Realität, wenn ich es in den Raum des Gewahrseins nehme. Ich kann mich dann fragen: Stimmt das denn wirklich? Das hilft mir, offen für den Moment zu sein. Die vorgefassten Meinungen haben dann keine Glaubwürdigkeit mehr. Sie sind nur das, was sie sind - Meinungen.
HN: Die fünf Jahre müssten jetzt abgelaufen sein?
SC: Ja. Und ich bin zuversichtlich, dass es im Kloster Raum gibt, mein Leben so zu gestalten, dass ich das, was in mir lebendig ist, das, was ich wertschätze, gut einbringen kann.
HN: Und was möchtest du einbringen?
SC: Mehr von der Bewegungsarbeit, die ich auf Java gelernt habe, vielleicht mit den Nonnen, aber auch mit Besuchern, z. B. bei den jährlichen “Family Camps”. Und das Malen mit Jugendlichen und Erwachsenen. Ich experimentiere damit. Es freut mich, zu sehen, dass viele, die erst nicht still sitzen können, dann beim Malen eine Stunde lang ganz ruhig und gesammelt sind. Ich habe auch gemerkt, dass es vielen leichter fällt, sich durch Malen und Bewegen ihrer augenblicklichen Gefühle und Entscheidungen bewusst zu werden als in der formalen Sitz-Praxis. Solche Einsichten sind wichtig. Sonst können wir uns nicht bewusst werden, was uns steuert. Wenn Malen oder Bewegen dabei hilft, möchte ich Wege finden, das in die Praxis zu integrieren. Dabei ist mir die Kultivierung des offenen, annehmenden Gewahrseins wichtig, denn dadurch können sich alte Gefühlsmuster lösen. Sonst nicht. Ein Beispiel von mir selbst: Manchmal fühle ich zum Beispiel Wut. Anstatt mich da hineinzusteigern, versuche ich lieber, mich diesem Gefühl liebevoll zuzuwenden. - Was geschieht? Wie drückt sich das aus, wie fühlt sich das an? Und wenn ich mich diesem Gefühl so offen zuwende, passiert oft etwas ganz anderes als erwartet: Meistens vergeht die Wut, und dann ist da plötzlich Traurigkeit und schließlich eine große Offenheit. Ich merke, dass alles im ständigen Wandel ist, wenn ich es nicht festhalte oder unterdrücke.
HN: Gibt es formalen Unterricht in Amaravati? Wie läuft ein Tag ab?
SC: Anagarikas und Nonnen haben, ebenso wie die Mönche, Vinaya-Treffen, in denen wir unsere Trainings-Regeln besprechen, aber auch ganz praktische Übungen, wie man die Almosenschale hält, wie man isst, wie man die Robe trägt und sich in der Öffentlichkeit verhält. Am Anfang war es wirklich schwierig für mich, dass andere mir vorschreiben, wie ich mich verhalten soll; z. B. soll ich mich in der Öffentlichkeit nicht auf den Rasen legen, selbst wenn es heiß ist, und die Besucher sich auf dem Rasen ausstrecken. Das hat bei mir wirklich Widerstände aufgebracht. Aber ich habe gelernt, den Regeln zu folgen und mir diese Widerstände anzuschauen. Meine Persönlichkeit besteht aus Widerständen! Das zu erkennen, hilft mir beim Loslassen. Die Trainings-Regeln machen mir deutlich, was meine persönlichen oder kulturellen Konditionierungen sind. Was das Studium der Lehrreden angeht, das ist jedem selbst überlassen. Wir haben eine große Bibliothek. Einmal wöchentlich gibt es eine offene Sutta-Studiengruppe. Im Übrigen gehört es zu unserem Alltag, dass wir den Dhamma kontemplieren und darüber sprechen. Für mich ist die Kontemplation der „Vier Edlen Wahrheiten“ dabei das Wichtigste - wie Leiden entsteht und vergeht. Wie ich mein Leiden selbst schaffe oder loslassen kann.
HN: Ist es leichter, mit Ordinierten unter einem Dach zu leben als mit anderen Menschen?
SC: Ich finde es immer noch eine Herausforderung, mit anderen zusammen zu leben. Ich wollte immer unabhängig leben. Aber das Zusammenleben ist möglich, weil wir Ordinierte alle an Befreiung interessiert sind. Sich durchzusetzen gewinnt daher nicht die Überhand. Da wir alle Dhamma praktizieren und Einsicht üben, ist auch das Bedürfnis da, sich gegenseitig zu unterstützen. Das ist wunderbar. Darum möchte ich auch weiterhin hier leben. Leben mit der Vinaya und den Ordinierten ist ein starker Katalysator. Aber es ist nicht immer leicht, denn wir haben alle unsere Persönlichkeit mit ihren Schwächen. Sich durchsetzen wollen, gehört zu meiner Schwäche. Wenn aber immer alles nach meiner Nase gegangen wäre, hätte ich gar nicht erkennen können, was die Beschränkungen meiner Persönlichkeit sind, die blinden Stellen. Ich kann wirklich verstehen, warum für die erste Erleuchtungsstufe, den Stromeintritt, die ersten drei Fesseln wegfallen müssen: Das Festhalten an der Persönlichkeitssicht, an Zweifeln und an Regeln und Ritualen. Dazu gehört nach meinem Verständnis auch das Festhalten daran, alles durchdenken, ausdiskutieren zu müssen, auch das Festhalten an Meinungen, mögen sie noch so buddhistisch sein... Das alles trennt mich von der Offenheit des Geistes im gegenwärtigen Augenblick.
HN: Nennst du ein paar konkrete Schwierigkeiten?
SC: Wenn man sich den Computer oder das Telefon mit 15 anderen teilen muss, da geht schon manchmal die Hutschnur ab. Wir leben einfach auf sehr engem Raum, und das für 24 Stunden am Tag. Aber Meditation hilft, dass man nicht gleich alles ausagiert, sondern erst einmal in sich selbst schaut. Man wird sich klarer über die eigenen Gefühle und Unzulänglichkeiten. Wir sind auch modernen psychologischen Kenntnissen des Westens gegenüber offen.
HN: Welchen denn?
SC: Wenn man z. B. versteht, was Projektionen sind, kann man erkennen, wie man dadurch die Realität aus dem Auge verliert und die Verbindung mit dem anderen gleich mit. Dann sind wir nicht mehr in unserem alten Film gefangen und müssen die alten Geschichten nicht auf schmerzhafte Weise wiederholen. Das hilft auch, die fünf Khandhas, die Anhaftungsgruppen, besser zu verstehen. Wenn ich verstehe, wie ich in jedem Moment meine Welt neu erschaffe, dann habe ich eine Wahlfreiheit.
HN: Wie stark ist die Trennung zwischen Nonnen und Mönchen?
SC: Wir sind zwei eigenständige Gemeinschaften und wohnen in getrennten Gebäuden. Aber vieles teilen wir auch, z. B. Zeremonien, Mahlzeiten, Verwaltung und Arbeit. Bei Retreats im Retreat-Zentrum, Dhamma-Vorträgen im Tempel und dem Leiten von Pujas wechseln Mönche und Nonnen sich ab. Nach den Vinaya-Regeln sind wir Nonnen den Mönchen formal untergeordnet. Aber tatsächlich herrscht viel gegenseitiger Respekt und Verständnis. Zumindest arbeiten wir daran. Das ist in Amaravati anders als in Thailand.
HN: Die Roben von euch Nonnen sind braun. Wenn du Kunst studiert hast, musst du doch einen stark entwickelten Sinn für Farben und überhaupt Ästhetik haben.
SC: Ja, anfangs habe ich viel im Garten gearbeitet. Da konnte ich mich austoben an der Schönheit der Blumen und der Gestaltung des Gartens. Jetzt habe ich mehr mit den Angeboten für Familien zu tun. Da kann ich die künstlerische Seite einbringen.
HN: Wie kommt ihr zu eurem Essen?
SC: Es wird uns von Besuchern gebracht oder von ihnen in der Klosterküche zubereitet. Auch die Gäste und Anagarikas helfen mit. Die Nonnen kochen nicht. Abgesehen davon, dass auch englische Buddhisten Dana geben, ist das Kloster so etwas wie ein kultureller Treffpunkt für Familien aus Thailand, Sri Lanka, Vietnam. Sie kommen zu Familienfeiern zu uns, bringen Dana und bitten um Segen für die Angehörigen. Die Mahlzeiten gleichen dann einem internationalen Essens-Festival, besonders an Wochenenden. Da muss man auch lernen, sich zu beschränken.
HN: Dürfen Nonnen und Mönche eigentlich Geld bei sich tragen?
SC: Nein, in unserer Tradition nicht. Wir bekommen aber bei Bedarf Gutscheine zum Telefonieren oder Bahnfahren.
HN: Ist das nicht ein sehr schwer zu leistender Verzicht?
SC: Man muss lernen, damit umzugehen. Es ist mir zuerst schwergefallen, weil Geld für mich so sehr für Sicherheit steht. Wenn ich etwas brauche, kann ich andere meine Intention wissen lassen und muss dann auf Hilfe warten. Darin liegt aber auch etwas von der Schönheit des Klosterlebens: Unsere Hilfsbedürftigkeit weckt in Menschen die Freude am Geben. Das ist selten in unserer Gesellschaft, weil die meisten von uns eher gelernt haben, das Beste für sich selbst haben zu wollen.
HN: Du erwähntest eine bevorstehende Reise nach Indien.
SC: Ich habe darum gebeten, weil ich die buddhistischen Pilgerstätten besuchen möchte, bevor ich zu alt dafür bin. Ich werde von Anfang Januar bis Anfang April unterwegs sein. Ich freue mich sehr.
HN: Wie kommst du denn zurecht, wenn du auch beim Reisen kein Geld bei dir tragen darfst?
SC: In Indien treffe ich eine andere Nonne und eine gemeinsame Freundin. Diese Freundin wird den Reise-Etat für uns zwei Nonnen verwalten. Das Geld stammt aus Spenden, die wir für unsere Pilgerreise bekommen haben. Ohne Geld zu reisen macht mir nur noch bewusster, wie abhängig man von den Umständen und der Hilfsbereitschaft anderer ist, wie wenig wir selbst unser Leben unter Kontrolle haben. Das bringt natürlich Ängste auf. Aber ich entscheide mich mehr für Vertrauen und Dankbarkeit und sehe die Schönheit des Gebens.
HN: Was ist typisch für Ajahn Chahs Lehre?
SC: Verschiedene Schüler von ihm haben verschiedene Auffassungen darüber. Ich selbst habe ihn nie erlebt, da er 1992 gestorben ist. Aber aus dem, was ich über ihn gehört habe, verstehe ich, dass er die Einsichtsmeditation, Vipassana, betont hat, auf eine sehr direkte und für alle verständliche Weise. Dabei ist es hilfreich, den Geist so weit zu beruhigen, dass man die eigenen körperlichen und geistigen Wahrnehmungen, d. h. die fünf Khandhas, beobachten und so zu einer geistigen Klarheit kommen kann. Daraus können dann Einsichten erwachsen über alles, was gerade im Geist aufsteigt - Vorlieben und Abneigungen und die Irritationen, die daraus entstehen. Und das gilt nicht nur für die formale Meditation, sondern für jede Lebenssituation. Für uns ist deshalb Arbeit - ob am PC, in der Küche, im Garten oder bei unseren Meetings - kein Hindernis für Meditation, sondern ein Teil von ihr.
HN: Was ist, wenn Praktizierende durch „Meditation“ vor den Pflichten des Alltags zu flüchten versuchen?
SC: Ajahn Chah war bekannt dafür, dass er konventionelle Pflichten für die Praxis nutzte. Wenn sich jemand ärgerte, weil er arbeiten sollte, und meinte, die Meditation käme dadurch zu kurz, fragte Ajahn Chah, worin das Anhaften hier liege - erst dieses Anhaften führt ja zu Ärger. Auch wir sehen Arbeit nicht als etwas, was von der Praxis ablenkt, sondern etwas, in dem die Praxis sich eigentlich erst bewähren soll. Kann ich saubermachen und gleichzeitig meine Bewegungen und das Staubsaugergeräusch im weit offenen Gewahrsein halten? Das ist besonders für uns Westler wichtig, weil wir so ergebnis- und zielorientiert sind und uns immer nur auf die Inhalte des Bewusstseins fixieren. Deshalb haben wir solche Schwierigkeiten damit, das weit offene Gewahrsein im gegenwärtigen Moment überhaupt wahrzunehmen. Dabei muss man das Ziel nicht aus den Augen verlieren, denn Ziele können auch hilfreich sein: Es ist nicht gut, wenn das Dach undicht ist und keiner was tut. Doch geht es uns letztlich weniger um dieses Ziel, z. B. ein bestimmtes Arbeitsergebnis oder um Bestätigung. Es geht mehr um die Praxis: Ich möchte bei jeder Art von Tätigkeit das Erleben im weit offenen Gewahrsein gründen und damit geistige Ruhe, Loslassen und Klarblick verwirklichen. Das ist das, was ich von Ajahn Sumedho lerne. Und dafür bin ich sehr dankbar.
(Mehr über das Kloster ist zu erfahren unter www.amaravati.org)
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