Buddhistische Gesellschaft Hamburg e.V.

Buddhistisches Bekenntnis

Ich bekenne mich zum Buddha als meinem unübertroffenen Lehrer.

    Er hat die Vollkommenheiten verwirklicht
    und ist aus eigener Kraft den Weg zur Befreiung und Erleuchtung gegangen.
    Aus dieser Erfahrung hat er die Lehre dargelegt,
    damit auch wir endgültig frei von Leid werden.

Ich bekenne mich zum Dharma, der Lehre des Buddha.

    Sie ist klar, zeitlos und lädt alle ein, sie zu prüfen, sie im Leben anzuwenden und zu verwirklichen.

Ich bekenne mich zum Sangha,

    der Gemeinschaft derer, die den Weg des Buddha gehen und die verschiedenen Stufen der inneren Erfahrung und des Erwachens verwirklichen.

Ich habe festes Vertrauen zu den Vier Edlen Wahrheiten:

    Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll.
    Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.
    Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.
    Zum Erlöschen des Leidens führt der Edle Achtfache Pfad.

Ich habe festes Vertrauen in die Lehre des Buddha:

    Alles Bedingte ist unbeständig.
    Alles Bedingte ist leidvoll.
    Alles ist ohne ein eigenständiges Selbst.
    Nirvana ist Frieden.

Ich bekenne mich zur Einheit aller Buddhisten

    und begegne allen Mitgliedern dieser Gemeinschaft mit Achtung und Offenheit.
    Wir folgen dem Buddha, unserem gemeinsamen Lehrer,
    und sind bestrebt, seine Lehre zu verwirklichen.
    Ethisches Verhalten, Sammlung und Weisheit führen zur Befreiung und Erleuchtung.

Ich übe mich darin,

    keine Lebewesen zu töten oder zu verletzen,
    Nichtgegebenes nicht zu nehmen,
    keine unheilsamen sexuellen Handlungen zu begehen,
    nicht unwahr oder unheilsam zu reden,
    mir nicht durch berauschende Mittel das Bewusstsein zu trüben.

Zu allen Lebewesen

    will ich unbegrenzte Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut entfalten, im Wissen um das Streben aller Lebewesen nach Glück.

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“Am 7. September 1985 wurde in Hamburg von Delegierten der Mitglieder aus 22
Gemeinschaften, die 72 buddhistische Gruppen in Deutschland repräsentieren, die
Buddhistische  Religionsgemeinschaft in Deutschland (BRG) gegründet.
Diese  Gründungsversammlung kam auf Initiative der Deutschen
Buddhistischen Union zustande, die auf ihrer Jahresversammlung in
Stuttgart (Mai 1984) beschlossen hatte, für den Buddhismus die staatliche Anerkennung
als Körperschaft des öffentlichen Rechts anzustreben.
Im August und Dezember 1984 tagte daraufhin eine Kommission, um
ein gemeinsames Bekenntnis zu entwerfen.
Alle der DBU bekannten Gemeinschaften wurden danach in die Diskussion einbezogen
und in vielen Zusammenkünften vom Vorstand
der DBU die Ziele und Aufgaben einer Religionsgemeinschaft erläutert.
Auf der Vorbereitungskonferenz am 27. und 28.4.1985 im Kamalashila Institut Schloß
Wachendorf nahmen neben den 16 DBU- Mitgliedsgemeinschaften Vertreter weiterer 18
Gruppierungen sowie Abgesandte der burmesischen, tibetischen und vietnamesischen
Buddhisten in Deutschland teil.
Auf dieser Konferenz wurden die notwendigen Voraussetzungen für die
Gründung der Religionsgemeinschaft geschaffen.
Eine Verfassungskommission erarbeitete die Strukturen dieser
zukünftigen BRG auf der Grundlage von neun Verfassungs- und zehn
Bekenntnisentwürfen und formulierte die Einzelheiten der Verfassung
und des Bekenntnisses.
Durch die Gründung der BRG wurde nun erstmals in der über 80- jährigen
Geschichte des deutschen Buddhismus eine gemeinsame Plattform,
die dem umfassenden Erfahrungs- und Gedankenaustausch dient, geschaffen.
An diesem Dialog nahmen  die Delegierten  nahezu aller wichtigen
Vereinigungen  der verschiedenen Lehrtraditionen und Schulen teil.
Die vorliegende Verfassung ist ein geeigneter Rahmen, bessere
Grundlagen für die Darlegung der Lehre des Buddha auch in unserem Land zu schaffen.”

Karl Schmied, Präsident der DBU

 

Zitiert aus dem Vorwort: “Verfassung der BRG”, Schriftenreihe der DBU Nr. 8, Plochingen 1985. Alle Rechte bei der Deutschen Buddhistischen Union e.V. München

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